Rote Karte für die NPD - Eckental zeigt Flagge
ECKENTAL - Die Bevölkerung der Marktgemeinde Eckental zeigte am Samstag-Vormittag der NPD die Rote Karte. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger fanden sich zu einer spontanen Protestaktion gegen einen Informationsstand des NPD-Kreisverbandes auf dem Marktplatz zusammen. Gemeinderäte, Kirchenvertreter und Menschen aus allen Bevölkerungsschichten zeigten mit einer bunten Protestdemonstration, dass die NPD in Eckental keinen Rückhalt hat. Auf Bitten der Polizeiinspektion Erlangen-Land übernahm Kreisrat Manfred Bachmayer spontan die Leitung der friedlichen Demonstration.
Unter den Teilnehmern befanden sich zahlreiche Schüler des Eckentaler Gymnasiums. Die Schüler machten deutlich, dass sie den Werbefeldzug der NPD in der Marktgemeinde klar ablehnen. Nicht ohne Grund hatte der Kreisjugendring das Projekt "Schule ohne Rassismus" am Eckentaler Gymnasium gestartet. Seit Monaten agitiert die NPD, so Kreisrat Manfred Bachmayer, in den Zügen der Gräfenbergbahn und im Umfeld des Eckentaler Gymnasiums. Es sei gut und richtig, wenn sich die Schüler in ihrer Freizeit engagiert gegen die NPD wehren würden.
Protest fand breite Unterstützung
Auch zahlreiche Organisationen unterstützten die Aktion. So versorgte der Der Eine-Welt-Laden der evangelischen Kirche die Demonstranten mit warmen Getränken und Gebäck aus fairem Handel. Die Grüne Jugend Eckental mit Gemeinderat Oliver Pauly an der Spitze informierte mit Flugblättern und verteilte Anti-NPD-Aufkleber. Auch das Bürgerforum Gräfenbergbahn war zur solidarischen Unterstützung gekommen. Die Gräfenberger boten ihre Hilfe beim Aufbau eines Widerstandnetzes gegen die NPD-Aktivitäten in Eckental an. Die Orte an der Gräfenbergbahn müssten sich solidarisch gegen die rechten Umtriebe wehren.
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