Prävention gegen "Schuldenfallen"
ERLANGEN-HÖCHSTADT - Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen hat eine Anfrage zur Prävention gegen "Schuldenfallen" gestellt. "Immer häufiger", so Kreisrätin Retta Müller-Schimmel, geraten sozialbenachteiligte Menschen und Familien im Landkreis unverschuldet in finanzielle Schieflage.
Im ersten Fragenkomplex möchte die Kreistagsfraktion um Fraktionschef Wolfgang Hirschmann nun erfahren, ob die Energiepauschalen die tatsächlichen Energiekosten sozialschwacher Menschen decken. Weiter wird gefragt, welche Maßnahmen angedacht sind, um diese Energiekosten zu senken. Auch sei es wichtig zu erfahren, so Retta Müller-Schimmel, ob die Mietpauschalen den tatsächlichen Mieten auf dem Wohnungsmarkt entsprechen.
Neue Stiftung notwendig?
Die Tatsache, dass durch das neue Arbeitslosengeld II einmalige Zahlungen weggefallen sind, halten die Grünen für problematisch. So gebe es eine finanzielle Unterstüzung am Schuljahresbeginn nur noch einmalig zur Einschulung. Zuwendungen für Ausflüge und Fahrten, so Retta Müller-Schimmel, seien praktisch nicht mehr vorhanden. Hierzu hatte die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen hatte bereits vor zwei Jahren auf Initiative von Retta Müller-Schimmel die Anregung gegeben, eine Stiftung zu gründen, mit deren Hilfe Familien geholfen werden sollte, die sich in finanziellen Nöten befinden. Zwar gebe es nun die Stiftung "Ein Herz für die Region", diese wolle aber nur namhafte Projekte unterstützen. Konkret will die Kreistagsfraktion von Landrat Eberhard Irlinger nun erfahren, ob es weiter notwendig sei, eine Stiftung für soziale Notlagen zu gründen.
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