Müllmengen reduzieren
ERLANGEN-HÖCHSTADT - Für die kommende Sitzung des Umweltausschusses hat die grüne Kreistagsfraktion um Fraktionssprecher Wolfgang Hirschmann zwei Anträge an Landrat Eberhard Irlinger gerichtet. Die Themen Müllverwiegung und Internet-Gebrauchtwarenbörse sollen, wenn es nach den Grünen geht, auf der Sitzung behandelt werden.
Nicht nur der Landkreis Schweinfurt, so Kreisrätin Dr. Christiane Kolbet, habe mit der Müllverwiegung gute Erfahrungen gemacht. Dort werde nur eine Restmüllmenge von 65 Kilogramm pro Person produziert. Der Landkreis Erlangen-Höchstadt habe daher ein mögliches Einsparpotential von 30%. Eine Reduzierung des Restmülls würde nicht nur die Bürger finanziell entlasten, so Kreisrat Manfred Bachmayer, sondern sei auch ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Müll der nicht anfalle müsse nicht transportiert und verbrannt werden. Ausserdem biete das Verwiegemodell die Chance grösserer Gebührengerechtigkeit, da die Abrechnung mit den Entsorgern nach Gewicht und nicht nach Volumen erfolge. Zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses sollen daher, so Kreisrätin Dr. Christiane Kolbet, Vertreter aus den Landkreisen, die bereits die Müllverwiegung praktizierten, zur Vorstellung ihres Modells eingeladen werden. Allein in Bayern gebe es vier Landkreise, die die Müllverwiegung eingeführt haben. Im Saarland stehe die flächendeckende Einführung unmittelbar bevor.
Internet-Börse?
Um den steigenden Sperrmüllmengen aktiv entgegen zu treten regen die Kreistagsgrünen an, eine Internet-Gebrauchtwarenbörse auf der Homepage des Landkreises einzurichten. Zwar würden von den Sozialkaufhäusern, so Kreisrätin Dr. Christiane Kolbet, kostenlos brauchbare Möbel abgeholt, dennoch lande offensichtlich viel Brauchbares im Sperrmüll. Die Internet-Börse solle nun als kostenloser Service des Landkreises dazu verwendet werden, gut erhaltene nicht mehr benötigte Gegenstände wieder in den Umlauf zu bringen.




