Kreishaushalt 2008 – Grüne stimmen grundsätzlich zu
ERLANGEN-HÖCHSTADT – Auf ihrer Finanzklausur hat die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen den einstimmigen Beschluss gefasst, den Kreishaushalt 2008 grundsätzlich mitzutragen. Großes Lob kam von Kreisrätin Retta Müller-Schimmel zur Einführung einer Familienhebamme im Sozialbereich.
Gerade die Betreuung junger Familien, werde im Kreishaushalt zukunftsweisend beachtet. Positiv sei auch die Einstellung von Mitteln für die Jugendhilfeplanung. Für die Zukunft wünscht sich Retta Müller-Schimmel die Einführung einer ganzen Stelle für die Jugendhilfeplanung. Die derzeitige Personalunion von Jugendhilfeplaner und Familienbeauftragter sei keine Dauerlösung. Wichtig wäre aus der Sicht der grünen Fraktion nach Abschluss der Sozialraumanalyse wieder eine volle Stelle für die Jugendhilfeplanung zur Verfügung zu haben. Gleiches gelte für die Aufgabe des Familienbeauftragten, so Kreisrat Manfred Bachmayer, da dessen Aufgabenbereich in Zukunft weiter an Gewicht gewinnen werde. Die gewünschte Vorreiterrolle des Landkreises in der Familienpolitik müsse durch eine ausreichende personelle Ausstattung optimiert werden.
Keine Kreditaufnahme vorgesehen
Der Verzicht auf eine neue Kreditaufnahme ist aus der Sicht von Fraktionssprecher Wolfgang Hirschmann ein weiteres wichtiges Argument für die Zustimmung zum Haushalt. Die Senkung der Kreisumlage um einen Punkt sei unter diesem Gesichtspunkt akzeptabel. Bei den Schulen sei der Bedarf gedeckt, positiv sei die Einstellung von Mitteln für das Gymnasium in Höchstadt. Hier bestehe, so Kreisrätin Dr. Christiane Kolbet, hoher Nachholbedarf insbesondere in der Ausstattung der Fachräume für die Naturwissenschaften. Im öffentlichen Nahverkehr sieht Fraktionssprecher Wolfgang Hirschmann einen hellen Streifen am Horizont. Erstmals seien die Zuweisungen des Freistaates Bayern wieder angestiegen, so dass die Zeit der Kürzungen zu Ende gehe. Wichtig sei auch, dass ausreichend Mittel für die Studie zur Stadtumlandbahn im Haushalt eingestellt worden sind.
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