Grüne tragen Haushalt 2007 mit -


neues Landratsamt Zukunftsmusik

ERLANGEN-HÖCHSTADT - Die Fraktion von B90/ Die Grünen hat sich auf ihrer
ersten Sitzung im neuen Jahr intensiv mit den Themen Kreishaushalt,
Neubau Landratsamt und Stadtumlandbahn (StUB) beschäftigt. "Wir
unterstützen den vorliegenden Haushalt 2007", so Fraktionssprecher
Wolfgang Hirschmann und stellv. Landrat Manfred Bachmayer übereinstimmend.

Die Grünen sehen in den Bereichen Bauunterhalt und Jugendamt in den
letzten Jahren deutliche Fortschritte. Die Erhöhung der Ansätze in
diesen Bereichen entspreche den Realitäten, so Wolfgang Hirschmann.
Gerade im Bereich des Jugendamtes, mache sich jeder eingesetzte EURO
langfristig positiv bemerkbar. Auch der Bauunterhalt, jahrelang nur ein
Randthema, sei nun in den Vordergrund der Haushaltspolitik gerückt. Das
Beispiel der Realschule in Herzogenaurach zeige, welche Kosten eine
aufwändige Sanierung verursachen könne. Guter Bauunterhalt sei immer
noch das beste Mittel, den Wert der Kreisgebäude für die Zukunft zu
erhalten. Daher werden die geplanten Ausgaben zur Ertüchtigung der
jetzigen Landratsamtsgebäude, so Wolfgang Hirschmann, ausdrücklich
begrüsst.

Neues Landratsamt ferne Zukunftsmusik
Die im Haushalt eingestellten 100.000 EURO für die Planung und
Konzeption eines neuen Landratsamtes, so Wolfgang Hirschmann, seien noch
ferne Zukunftsmusik. Der Neubau eines neuen Landratsamt stehe, so der
grüne Fraktionssprecher, erst in einigen Jahren auf der Tagesordnung.
Wichtig sei es seiner Fraktion aber, den verkehrsgünstigen Standort
Erlangen in der Landkreismitte zu erhalten und zu stärken. Nur hier
seien die Bus- und Bahnanbindung für alle Landkreisbürger optimal
gewährleistet.

Stadtumlandbahn neu denken
Aus grüner Sicht spannend ist das Planfeststellungsverfahren zur
Südumgehung von Uttenreuth und Buckenhof. Die Fraktion von B90/ Die
Grünen betont hier ihre ablehnende Haltung. Alle wichtigen Parameter, so
Fraktionssprecher Wolfgang Hirschmann, sprechen gegen dieses
Straßenbauprojekt. Vom Trinkwasserschutz, über die Naherholung bis zur
verkehrlichen Wirkung können die Grünen keine positive Auswirkung
erkennen. Bestenfalls würde noch mehr Individualverkehr in Erlangen im
Stau enden. Daher habe auch die Stadt Erlangen hier eine eindeutige
Haltung eingenommen und lehne das Projekt ab. Sollte die Südumgehung in
der Planfeststellung scheitern, müsse erneut über den Bau der StUB in
Stadt und Landkreis nachgedacht werden. In diesem Falle stehe ein neues
gemeinsames Gutachten von Stadt und Landkreis zur Realisierung des
Projekts auf der Tagesordnung. Nicht der "Bund" in Berlin, sondern Stadt
und Landkreis müssen dieses Projekt voranbringen. Mit der Nürnberger VAG
stehe ein potentieller Betreiber, so stellv. Landrat Manfred Bachmayer,
in der Metropolregion Nürnberg zur Verfügung.

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